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1200 Jahre KIST 779 - 2002 |
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Erstmals wurde der Name CHISTESBRUNNO in der Würzburger Markungsbeschreibung vom 14. Oktober 779 erwähnt. Dies ist zu lesen in einer Abschrift aus dem 10. Jahrhundert, eingetragen in ein Evangelienbuch. Der Main war damals die Grenze zwischen dem Gozfeldgau, dem die Stadt Würzburg angehörte und dem Waldsassengau. Chistesbrunno lag im Waldsassengau.
Die Namensschreibung änderte sich:
| 1260 | Kisten |
| 1271 | Kitsten |
| 1324 | Kist |
| 1356 | Kyst |
Der Name Chistesbrunno, " Brunnen des Chist", steht ohne Zweifel im Zusammenhang mit diesen veränderten Schreibweisen von Kist. Warum verschwand der Zusatz brunno ? Die Quelle (Brunno = Brunnen) ging verloren und der Name wurde zum Flurlagenamen. Der Chistesbrunno lag ehedem in der Abteilung "Am Flussgraben" in nächster Nähe von Kist, wurde aber im 17 Jh. wegen einer Rodung weiter östlich hinabgedrückt. Er ist eine Quelle des Guttenberger Grundwassers. Alte Leute wissen heute noch zu berichten, dass dort ein Brunnen war, aus dem man in sehr trockenen Jahren Wasser schöpfte.

Die Kirche
Die Meinung, dass in Kist schon um 900 eine Pfarrkirche bestanden habe, ist geschichtlich nicht belegbar, aber wahrscheinlich. Belegbar ist jedoch, dass 1598 der Bischof Julius Echter eine Kirche in Kist erbauen ließ die 1869 endgültig wegen Baufälligkeit geschlossen und 1870 abgerissen wurde. Die neue, heutige Kirche "St. Bartholomäus" wurde am 14. Juli 1872 eingeweiht.
Bis in das 17. Jahrhundert hinein, war Kist eigenständige Pfarrei. Dann wurde sie mit der Pfarrei Kleinrinderfeld vereinigt. Die Seelsorge versah ein Kaplan, den der Kleinrinderfelder Pfarrer zu unterhalten hatte, wofür er die Einkünfte von Kist bezog. 1892 wurde Kist zur Expositur der Pfarrei Kleinrinderfeld erhoben. Seit 1924 bemühten sich Kirchen- und Gemeindeverwaltung bei der Bistumsleitung, Kist wieder zur Pfarrei zu erheben. Ein neuer Anlauf 1951 war schließlich erfolgreich. Am 1. Juli 1952 erhob Bischof Julius Döpfner Kist wieder zur selbständigen Pfarrei. Die Pfarrei feierte im Jahre 2002 ihr 50 jähriges Jubiläum.
Das Wappen
Früher zeigte das Gemeindewappen
einen reichbelaubten Baum auf grünem Rasen. Es ist als Siegel auf einer Urkunde
aus dem Jahre 1767 erhalten. Im erneuteren Wappen nimmt dieser Baum die eine
Hälfte ein, während die andere Seite nunmehr einen Pferdekopf aufweist. Der
Pferdekopf ist eine Wappenfigur der Familie von Zobel, die vor dem Übergang von
Kist an das Hochstift Würzburg die Dorfherrschaft bis 1502 bzw. 1515 innehatte.
Als Literatur empfehlen wir: "Chistesbrunno", ein
Büchlein von Friedrich Ebert aus dem Jahre 1979. Herausgeber: Gemeinde
Kist, Herstellung: Vier -Türme -Verlag.